Bordbetrieb

In dieser Rubrik möchten wir Ihnen die einzelnen Arbeitsbereiche an Bord Unserer Fregatte näher bringen. Nur das Zusammenspiel aller Bereiche ermöglicht den sicheren und wirkungsvollen Betrieb des Schiffes. Dem Zusammenhalt der Besatzung gilt an Bord daher ein ganz besonderes Augenmerk.

An und von Bord gehen


Insgesamt gibt es zwei Möglichkeiten, an bzw. von Bord des Schiffes zu gehen.
Die erste Möglichkeit ist das Betreten über die Wachstände und die zweite Möglichkeit ist der Zugang über den Wachstand auf dem Flugdeck.
Alle Besatzungsmitglieder werden auf dem Anwesenheitsbrett geführt, auf dem Sie sich jeweils an bzw. von Bord zu stecken haben.
Unsere Gäste werden von der Wache auf gesonderter Liste geführt.

Sollten Sie sich einmal auf ein anderes Schiff begeben müssen, so macht es Vieles einfacher, wenn Sie sich, direkt nachdem sie an Bord gegangen sind, bei der dort stehenden Wache melden. Diese wird ihnen dann sicherlich in allen Belangen weiterhelfen können.

Essen

Sie werden je nach Dienstgrad/-stellung einer der vier Messen an Bord zu geteilt.
Dienstgrad Matrose bis Oberstabsgefreiter Mannschaftsmesse
Dienstgrad Maat und Obermaat Unteroffiziermesse
Dienstgrad Bootsmann bis Oberstabsbootsmann PUO-Messe
Dienstgrad Fähnrich zur See bis Admiral Offiziermesse

Die Essenszeiten sind wie folgt geregelt:

In See
Frühstück:
0700-0830 Uhr
Mittagessen:
Aufziehende Wache: 1115 Uhr
Sonst: 1130-1230 Uhr
Abendessen:
Aufziehende Wache: 1715 Uhr
Sonst: 1730-1830 Uhr


Im Hafen
Frühstück:
Wecken bis Dienstbeginn
Mittagessen:
Aufziehende Wache: 1115 Uhr
Sonst: 1130-1230 Uhr
Abendessen:
Aufziehende Wache: 1715 Uhr
Sonst: 1730-1830 Uhr


Bei Bedarf werden in der Offizier- und PUO-Messe zu den Mittagszeiten zwei Törns eingerichtet.
Die Zeiten sind dann in der Offiziermesse:
• Erster Törn 1130-1200
• Zweiter Törn 1215-1245
In der PUO-Messe gilt dann folgende Einteilung:
• Erster Törn 1115-1145
• Zweiter Törn 1200-1230

Abweichungen der Essenszeiten, aufgrund Änderungen in den Dienstzeiten, können dem aktuellen Tagesbefehl entnommen werden.

Schlafen

Sie werden ebenso wie beim Essen, bezogen auf ihre/n Dienstgrad/-stellung, auf entsprechenden Kammern bzw. Decks untergebracht werden.

Administration

Eine Verteilung erfolgt dabei immer abhängig vom derzeitigen Belegungsstand und wird ihnen gleich zu Beginn ihrer Fahrenszeit an Bord mitgeteilt. Ein Schiff bedarf einer großen administrativen Abteilung, die sich um die Belange der Besatzung kümmert.

Neben der Versorgung und der Offenen Registratur, zählen der Wachtmeister und der Rechnungsführer zu den wichtigsten administrativen Einrichtungen an Bord.

Personalführung

Der Wachtmeister und sein Team sind für den größten Teil der personenbezogenen administrativen Vorgänge an Bord verantwortlich.

Nicht umsonst wird der Wachtmeister auch „Mutter der Kompanie“ genannt, denn er kümmert sich rund um die Uhr um „Sorgen“ aller Art.

Rechnungsführer

Der Rechnungsführer ist für sämtliche Zahlungsvorgänge an Bord zuständig.
Sämtliche Zahlungsvorgänge erfolgen unbar. Aus diesem Grunde benötigt der Rechnungsführer gleich zu Beginn ihre Bankverbindung, um somit das Verpflegungsgeld abzurechnen, oder Zulagen überweisen zu können.
Um die Besatzung auch während längerer Abwesenheiten mit
Finanzmitteln versorgen zu können, wird vor jeder Seefahrt
eine Bedarfsermittlung für Vorschüsse durchgeführt.
Durch Abholung des Vorschusses können Sie in See ihr
vorbestelltes Geld abrufen, welches von ihrem Konto
dann abgebucht wird.
Bedenken Sie, dass sie ohne angemeldete Vorschüsse, kein

Bargeld an Bord erhalten werden.
Die Öffnungszeiten sind wie folgt:
In See 0845-1000 u. 1330-1430<>
Im Hafen 0830-0930 u. 1330-1430

Postverteilung (O-Reg)

Die Offene Registratur (O-Reg) übernimmt neben weiteren Aufgaben auch die Postverteilung an Bord. Die Öffnungszeiten sind täglich von 0730-0900 Uhr und 1300-1400 Uhr.
Um Post an Bord empfangen zu können, nutzen Sie bitte folgende Anschrift:

Dienstgrad/Name
Fregatte Bayern
Opdenhoffstr. 24/17
26384 Wilhelmshaven

Während längerer Abwesenheiten, haben Sie die Möglichkeit, private e-Mails zu senden und zu empfangen.

Alles was Sie dazu brauchen ist eine Diskette und die e-Mail Adresse des Schiffes.

Um eine e-Mail zu verschicken, geben Sie einfach ihre Diskette in der O-Reg ab.

Eine entsprechend gekennzeichnete Box liegt dafür bereit.

Sollte sich die Box nicht in der O-Reg befinden, so kann die Diskette auch im schräg gegenüberliegenden Briefkasten eingeworfen werden.

Die e-Mails werden einmal pro Tag durch den Funkraum verschickt.

Um eine e-Mail zu empfangen, muss der Absender ihren Namen in die Betreffzeile der e-Mail eingetragen haben. Ist ihr Name dort nicht eingetragen, so kann keine Zuordnung und Verteilung stattfinden.

Haben sie während des letzten Sendezyklus eine e-Mail erhalten und liegt ihre Diskette im Funkraum vor, so wird diese auf ihrer Diskette gespeichert.

Die Diskette kann wieder in der O-Reg abgeholt werden.

Sollte keine e-Mail für Sie dabei gewesen sein, so verbleibt die Diskette für den nächsten Sendezyklus in der Box.

Ein Aushang vor der O-Reg zeigt ihnen an, ob Sie eine e-Mail erhalten haben.

Bitte beachten Sie, dass eine Größe von maximal 100KB je e-Mail zulässig ist, da ansonsten unser Server überlastet wird.

E-Mails die größer sind als 100 kB werden ohne Rückfragen gelöscht.

Telefonisch können Sie das Schiff im Heimathafen unter der Telefonnummer 04421/6867503 erreichen.

Anzugsordnung

Der Tagesdienstanzug wird befohlen und ist dem aktuellen Tagesbefehl zu entnehmen. Änderungen des Anzuges, z.B. aufgrund von Veranstaltungen etc., werden entsprechend bekannt gegeben.

Grundsätzlich gilt jedoch immer, dass Blaumänner, Sportzeug, oder ein schmutziger Tagesdienstanzug nichts in den jeweiligen Messen zu suchen haben.

Ärztliche Versorgung

Den Sanitätsbereich an Bord der Fregatte Bayern erreichen sie telefonisch über die 298.


In Notfällen lässt sich das Sanitätspersonal per Durchsage
über die Wachstände (im Hafen), oder über die Brücke
(in See, Tel. 257) alarmieren.
Für eine Notfallbehandlung steht jederzeit Personal zur Verfügung.
Im Heimathafen wird die Notfallbehandlung außerhalb der Dienstzeit durch
den Arzt vom Dienst des Standortsanitätszentrums Wilhelmshaven sichergestellt.

Neukranke melden sich täglich von 0730-0900 Uhr beim San-Bereich. Weitere Termine nach Absprache.
Eine zahnärztliche Betreuung ist abhängig von der Einschiffung eines Zahnarztes während längerer Abwesenheitszeiten und wird entsprechend geregelt.
Im Heimathafen übernimmt die zahnärztliche Behandlung die Zahnstaffel des Stützpunktes.

Rund ums Wasser

Ein Schiff bewegt sich nicht nur auf dem Wasser, sondern braucht auch Wasser für sich und seine Besatzung.

Die Fregatte Bayern ist mit zwei Meerwasserentsalzungsanlagen ausgerüstet.
Diese Anlagen können unter Idealbedingungen bis zu 20 m³ Wasser je Anlage/Tag erzeugen. Bei knapp 240 Besatzungsmitgliedern relativiert sich dieser Wert allerdings ziemlich schnell, zumal aus diesem Wasser auch der Verbrauch der Kombüse, der Abort-Vakuumanlage und anderer Verbraucher abgezweigt werden muss.
Aus diesem Grunde sind alle Besatzungsangehörigen dazu aufgerufen sparsam und umsichtig mit dem Wasser umzugehen, um einer etwaigen Verknappung der Wasservorräte entgegen zu wirken.
Am leichtesten lässt sich dies erreichen, wenn man folgende Gedankenanstöße berücksichtigt.
Genehmigen Sie sich eine „Marine-Dusche“,
also Wasser an, nass machen, Wasser aus,
einseifen, Wasser an, abduschen, fertig.

Das erfrischt und spart Wasser.

Dreimal Duschen am Tag trocknet nur die Haut aus.

Lassen Sie nicht unnötig Wasser in ihrem Waschbecken verrinnen.
Bereits angesprochen wurde die Abort-Vakuumanlage. Diese macht es zwingend notwendig, dass vor der Benutzung der Toilette ein Funktionstest durch einmaliges Spülen durchgeführt wird. Sollte die Toilette dabei nicht abziehen, so ist diese nicht zu benutzen und eine andere Toilette aufzusuchen. Ebenso bitten wir Sie, diesen Umstand dem Schiffstechnischen Leitstand (Tel. 297 oder 255) mitzuteilen.
Um die Abort-Vakuumanlage funktionsfähig zu halten, sollte die Spülung abschließend mindestens zweimal betätigt werden.
Benutzen sie bei all ihren „Geschäften“ bitte nur das aushängende Toilettenpapier, denn jegliche anderen Papiersorten führen zu einer Verstopfung des Systems.

Bordzeremoniell

Das Zeremoniell der Marine hat sich im Laufe langer Jahre entwickelt. Zwar mag es von Land zu Land kleinere Unterschiede geben, doch vom Grundsatz her ist es überall gleich.

Die nächsten Absätze sollen ihnen wesentliche Teile des Zeremoniells veranschaulichen.

Flaggengruß

Der Flaggengruß wird grundsätzlich am höchsten Punkt der Stelling ausgeführt.

Er ist von der Morgen- bis zur Abendflaggenparade zu erweisen.

Im Heimathafen geschieht dies jeden Tag beim ersten an Bord kommen und beim letzten von Bord gehen.

Im Auslandshafen, oder an Bord von ausländischen Kriegsschiffen, ist er bei jedem an und von Bord gehen zu erweisen.

In Uniform gehen Sie dabei, mit Front zur Heckflagge, in Grundstellung und grüssen durch Handanlegen.

In Zivilkleidung nehmen Sie, mit Front zur Heckflagge, Grundstellung an.

Seite

Die Seite ist eine Ehrerweisung, die an Bord eines Kriegsschiffes jedem Offizier in Uniform beim an und von Bord gehen erwiesen wird. Zusätzlich erhalten der Kommandant und der Kommandeur auch in Zivilkleidung diese Ehrerweisung.

Während die Seite durch den Maat der Wache auf der Bootsmannsmaatenpfeife gepfiffen wird, geht jeder Soldat, mit Blickrichtung zur Stelling, in Grundstellung. Offiziere und PUO grüssen zusätzlich durch Handanlegen. Die Seite endet auf den Abpfiff mit der Bootsmannsmaatenpfeife.

Jeder Soldat innerhalb des Leinenbereiches, also zwischen vorderster und hinterster Leine, sowohl seines eigenen Schiffes, als auch in dem eines anderen, hat sich entsprechend am Zeremoniell zu beteiligen.

Front

Zusätzlich zur Seite erhält der Kommandant/Kommandeur in Uniform neben der Seite auch die Ehrerweisung Front.

Beim an Bord kommen des Kommandanten/Kommandeurs wird zuerst die Front durch den Wachhabenden Offizier mit der Batteriepfeife angepfiffen. Es erfolgt die Durchsage „Front nach Backbord/Steuerbord“. Betritt der Kommandant/Kommandeur die Stelling, so pfeift der Maat der Wache die Seite. Nach dem Abpfiff der Seite wird der Wachhabende Offizier die Front mit einem kurzen Doppelpfiff der Batteriepfeife beenden. Daraufhin erfolgt die Durchsage „Rührt Euch“.

Im Zeitraum zwischen dem Anpfiff der Front und der Durchsage „Rührt Euch“, haben sich alle Soldaten, ob in Uniform oder Zivilkleidung, mit der Front in besagte Richtung zu drehen und in Grundstellung zu gehen. Offiziere und PUO (in Uniform) grüssen zusätzlich durch Handanlegen.

Beim von Bord gehen des Kommandanten/Kommandeurs wird zuerst die Seite gepfiffen.

Hat der Kommandant/Kommandeur die Stelling verlassen, so schließt sich direkt an den Abpfiff der Seite, der Anpfiff der Front mit entsprechender Durchsage an.

Die Front endet nach dem Abpfiff durch den Wachhabenden Offizier und die entsprechende Durchsage.

Das Verhalten der Soldaten ist in beiden Fällen identisch.

Flaggenparade

Die Flaggenparade wird mit der Durchsage „Zur Flaggenparade“, fünf Minuten vor dem Beginn der Flaggenparade, angekündigt.

Die Flaggenparade beginnt mit der Durchsage „Nieder“, gefolgt von einem langen Pfiff der Batteriepfeife durch den Wachhabenden Offizier.

Daraufhin folgt die Durchsage „An Oberdeck stillgestanden, Front zur Flagge, holt nieder (Abendflaggenparade)/heiß Flagge (Morgenflaggenparade)“.

Während sich die Flagge am Flaggenstock bewegt, pfeift der Maat der Wache mit der Bootsmannsmaatenpfeife. Ist die Flagge gesetzt/niedergeholt, so beenden der kurze Doppelpfiff der Batteriepfeife und die Durchsage „Rührt Euch“ die Flaggenparade.

Das Verhalten angetretener Soldaten wird durch den Vorgesetzten entsprechend befohlen. Offiziere und PUO grüssen, auch wenn Sie angetreten stehen.

Stehen Mannschaften und Unteroffiziere während der Flaggenparade nicht angetreten, so haben auch sie zu grüssen.

Soldaten in Zivil gehen in Grundstellung, wobei ein Grüssen durch Handanlegen entfällt.

Müllentsorgung

Knapp 240 Besatzungsmitglieder, ein Müllschredderraum, ein Mülllagerraum und ein Nassmüllschredder, all das sind die Faktoren, die bezeichnend für die Wichtigkeit der Mülltrennung hier an Bord sind.

Jedes Besatzungsmitglied ist dazu aufgefordert, den anfallenden Müll in die entsprechenden Müllbehälter zu entsorgen. Dies hilft bei der Zerkleinerung und der anschließenden Lagerung ungemein. Wird der Müll nur unzureichend von einander getrennt, so wird es zwangsläufig von Nöten sein, ein Team aufzustellen, das sich der Aufgabe der Mülltrennung annimmt.

Ebenso wichtig ist es, dass jeder dafür Sorge trägt, dass keine Metallgegenstände in den Nassmüllschredder im Zwischendeck (Spüli) gelangen, da diese beim Betrieb des Gerätes zu irreparablen Schäden führen können. Eine Entsorgung unserer Lebensmittelreste wäre somit nicht mehr möglich.

Rauchen und Alkohol

Im Bezug auf Rauchen gilt der Grundsatz des Schutzes der Nichtraucher.

Aus diesem Grunde sind nur einige Bereiche des Schiffes für das Rauchen freigegeben.

Die für das Rauchen freigegebenen Räume, entnehmen Sie bitte dem entsprechenden Ständigen Bordbefehl.

Eine genaue Regelung der einzelnen Messen zu  zeitlich befristeten Rauchverboten, entnehmen Sie bitte der jeweiligen Messeordnung.

Ebenso wie der Genuss von Tabakwaren einer gewissen Reglementierung unterliegt, so ist auch der Konsum von Alkohol auf See deutlich eingeschränkt.

Schon die persönliche Sicherheit, doch vor allem die Sicherheit der Besatzung und des Schiffes haben oberste Priorität.

Aus diesem Grunde genehmigt der Ersten Offizier die erlaubte Menge Alkohol. Im Normalfall liegt diese bei zwei Flaschen Bier pro Kopf und Tag, wobei eine Weitergabe nicht zulässig ist.

Diese Freigabe kann aufgrund besonderer Umstände weiter eingeschränkt werden.

Sport

Die Fregatte Bayern verfügt über einen gut ausgestatteten Fitnessraum.

Den Schlüssel erhalten Sie im Schiffstechnischen Leitstand

Zusätzlich wurden im Hangarbereich einige Sportgeräte aufgestellt.
Dazu gehören: 3 Fahräder, ein Stepper, eine Rudermaschine und nicht zuletzt eine Tischtennis-Platte.

Jeder Benutzer ist für die sichere und schonende Handhabung des vorhandenen Sportgerätes verantwortlich. Der Fitnessraum ist aufgeklart und das Material seefest gezurrt zu hinterlassen. Um das Obermaterial der Hantelbänke nicht unnötig zu verunreinigen, möchten wir Sie bitten, für entsprechende Übungen, ein Handtuch unterzulegen.

Der Fitnessraum ist nur mit passendem Schuhwerk zu betreten.

Zusätzlich verfügt die Fregatte „Bayern“ noch über eine 140m lange Laufstrecke.

Diese verläuft vom RAS-Deck aus auf die Back und achterlich des Geschützes auf der Gegenseite wieder zum RAS-Deck zurück. Die Freigabe dieser Laufstrecke ist abhängig vom Wetter, der Tageszeit und den operativen Anforderungen des Schiffes.

Kantine

„Snickers, Mars und Nuts, die Kantine hat´s!“.

Getreu diesem Motto, verfügen wir über eine sehr gut ausgestattete Kantine, die vom
Airwave Kaugummi bis zum  Zippo-Feuerzeug alles aufweisen kann.

Die Öffnungszeiten sind wie folgt:

Im Hafen          0900-0930      1200-1225      1530-1545

In See              0930-1030      1130-1230      1730-1830

Die Bezahlung erfolgt grundsätzlich in EURO und bar.

Wäscherei

Unser Schiff verfügt über eine Wäscherei, die mit zwei Waschmaschinen und zwei Trocknern ausgestattet ist.

Um jedem Besatzungsmitglied einmal pro Woche die Möglichkeit zu geben seine Wäsche zu waschen, sind außerhalb des Heimathafens folgende Waschzeiten an Bord gültig.

HA 100 Montag 0800-1800

HA 200 täglich 0000-0800

HA 300 Dienstag 0800-1800

HA 400 Mittwoch 0800-1800

HA 500/Stab Donnerstag 0800-1800

HA 600 Freitag 0800-1800

PUO Samstag 0800-1800

Offiziere Sonntag 0800-1800<

Offen gebliebene Zeiträume werden durch die Smuts/Pantries genutzt.

Gottesdienst an Bord

Die Einschiffung eines Militärgeistlichen an Bord unseres Schiffes ist immer abhängig von der Abwesenheitszeit und der Größe des Verbandes mit dem wir unterwegs sind.

Gottesdienste finden während einer Einschiffung eines Geistlichen grundsätzlich an Sonntagen statt, oder nach vorheriger Bekanntgabe.

Bücherei

Unser Schiff verfügt über eine gut ausgestattete Bücherei.

Da die Bücherei über keine festen Öffnungszeiten verfügt, können Sie sich jederzeit mit dem Verantwortlichen absprechen, damit er die Bücherei kurzfristig öffnet. Des Weiteren wird eine Öffnung der Bücherei per Durchsage bekannt gegeben.

Grundsätzlich gilt eine maximale Ausleihzeit der Bücher von 4 Wochen.

Informationstechnik

Sind Sie im Besitz eines Handy, oder eines Laptop und wollen die Geräte an Bord benutzen? Wenn ja, dann müssen diese Geräte an Bord angemeldet werden, bevor sie in Betrieb genommen werden.

Die entsprechenden Formulare erhalten Sie in der Elektronikwerkstatt. Nach der Angabe der erforderlichen Daten und der Abgabe des Formulars beim IT-Sicherheitsbeauftragten, steht einer generellen Nutzung ihrer Geräte nichts mehr im Wege.

Zum Telefonieren mit einem Handy seien hier noch ein paar Punkte erwähnt.

Im Hafen spricht nichts gegen die Nutzung des Mobiltelefons, jedoch wird die Nutzung in See restriktiver gehandhabt.

In See gilt der Grundsatz, dass der Kommandant situationsabhängig eine Telefonchance erteilt.

Sicherheitshinweise

Ein Schiff besitzt viele versteckte Gefahrenmomente, die bei Unachtsamkeit leicht zu Verletzungen führen können.

Es gilt der Grundsatz „Immer eine Hand für sich und die andere für das Schiff“.

Gehen Sie mit offenen Augen und Ohren durch das Schiff, so werden Sie keinerlei Probleme haben, sicher ihre Arbeit zu verrichten.

Verschlusszustände

Sie werden feststellen, dass ein Großteil der Schotten des Schiffes mit roten O, X, Y,     , Z, oder ABC beschriftet sind.

Diese Zeichen bedeuten unterschiedliche Verschlusszustände, bei deren Auslösung entsprechend gekennzeichnete Schotten geschlossen zu halten sind.

Der entsprechende Verschlusszustand wird mit Durchsage befohlen.

·O kennzeichnet den Hafenverschlusszustand.

Diese Schotten sind grundsätzlich im Hafen geschlossen zu halten, dürfen aber kurzfristig zum Durchqueren geöffnet werden.

·X kennzeichnet den Seeverschlusszustand.

Diese Schotten sind zusätzlich zu den mit O gekennzeichneten Schotten während der Seefahrt geschlossen zu halten, dürfen aber kurzfristig zum Durchqueren geöffnet werden.

  • Y kennzeichnet den Kriegsmarschverschlusszustand.

Diese Schotten werden außer im Kriegsmarschzustand auch noch, in eingeschränktem Maße, bei besonderen Manövern wie zum Beispiel einem Versorgungsmanöver in See und Revierfahrt (unterhalb Höhe Hauptdeck) geschlossen gehalten. Diese Schotten dürfen für die Durchquerung kurzfristig geöffnet werden.

  • Z kennzeichnet den Gefechtsverschlusszustand.

Diese Schotten sind im Gefechtsfall zusätzlich zu schließen. Zudem dürfen diese Schotten nicht ohne vorherige Erlaubnis des Leitstandes durchbrochen werden, da sonst die Sicherheit des Schiffes und seiner Besatzung zusätzlich gefährdet wird.


Kennzeichnet den „Schotten dicht“-Verschlusszustand.

Dieser ist der höchste Verschlusszustand, den das Schiff einnehmen kann.

Er wird in außerordentlichen Notsituationen verwendet.

Der „Schotten dicht“-Verschlusszustand darf nur mit Genehmigung des STO durchbrochen werden.

  • ABC kennzeichnet einen speziellen Verschlusszustand, den das Schiff bei einer atomaren, biologischen, oder chemischen Bedrohung einzunehmen hat.

Unabhängig vom Verschlusszustand, sind alle Schotten Hand-über-Hand zu führen, um ein Schlagen derselbigen zu verhindern.

Die Schotten sind mit so genannten Vorreibern versehen. Diese ersetzen die Türklinken und sind beim Schließen bis in die Endposition zu drücken.

Sie sollten es vermeiden auf die Schottkanten zu treten, da dabei eine erhöhte Stoßgefahr entsteht.

Standkraftschotten

Zur Erhöhung der Standkraft des Schiffes wurden so genannte Standkraftschotten ins Schiff eingebaut. Diese Schotten bedürfen der besonderen Aufmerksamkeit, denn sie werden nicht mit Muskelkraft, sondern mit Druckluft geschlossen und verfügen somit über wesentlich mehr Kraft, wenn Sie geschlossen werden. Grundsätzlich gilt, dass diese Schotten im Übungsmarsch deaktiviert sind. Befindet sich das Schiff in einer höheren Bereitschaftsstufe, so werden diese Schotten nur von ausgebildetem Personal gefahren. Dies geschieht grundsätzlich auf Befehl. Halten Sie sich von dem deutlich am Boden eingezeichneten Schwenkbereich der Standkraftschotten fern. Werden die Schotten gefahren, so ist ein deutlich vernehmbares Pfeifen zu hören.

Sollten Sie ein geschlossenes Standkraftschott öffnen müssen, so klopfen Sie vorher mehrfach und deutlich gegen das Schott, damit Personen auf der anderen Seite des Schotts den Schwenkbereich verlassen können.

Klimatisierung und Überdrück

Um die Klimageräte des Schiffes nicht zu überlasten und um das Schiff nicht unnötig durch Außenluft aufzuheizen, sind grundsätzlich alle Schotten, die an Oberdeck führen, geschlossen zu halten.

Zusätzlich fährt das Schiff im Inneren auf Überdruck, was bedeutet, dass der Druck im Schiff geringfügig höher ist als außerhalb. Dies dient dem Eigenschutz des Schiffes, birgt aber die Gefahr, dass die Außenschotten bei falscher Handhabung unkontrolliert schlagen können. Der Zugang zum Flugdeck und die Bereiche der Wachstände sind daher mit so genannten Schleusen versehen.

Beim Betreten und Verlassen des Schiffes ist es somit von äußerster Wichtigkeit, dass ein Schott erst dann geöffnet wird, wenn sichergestellt ist, dass ein dahinter liegendes Schott geschlossen ist.

Vollzähligkeit

In vielen Situationen des täglichen Bordlebens ist die Feststellung der Vollzähligkeit von besonderer Bedeutung.

Sicherheitsrelevant wird dies vor allem dann, wenn sich Gefahren- oder Notsituationen an Bord ergeben.

Während einer Seephase ist die komplette, im Hafen jedoch nur ein Teil der Besatzung situationsabhängig auf Stationen eingeteilt.

Sollte nun im Hafen ein Feuer an Bord ausbrechen, dann ist das Anwesenheitsbrett am Wachstand die einzige Möglichkeit die Vollzähligkeit der Besatzung festzustellen.

Sollte sich nun ein Besatzungsmitglied falsch auf dem Brett eingetragen haben, so wird damit die ganze Feuerbekämpfung behindert, da alle Anstrengungen auf die Suche nach dem vermeintlich vermissten Kameraden gelegt werden. Dies kann verheerende Folgen für das Schiff haben.

Auf See ist die Feststellung der Vollzähligkeit besonders wichtig, wenn der Alarm "Mann über Bord" ausgelöst wird. Nach Auslösung des Alarms muss jedes Besatzungsmitglied schnellstmöglich auf dem jeweiligen Musterungsplatz antreten, bzw. die ihm durch den Rollenplan zugeteilte Station besetzen.

Im Anschluss daran, wird durch die Stationsleiter die Vollzähligkeit geprüft, um festzustellen wer, oder ob überhaupt jemand vermisst wird.

Eine telefonische Meldung bei ihrem Stationsleiter ist ebenfalls möglich, wenn Sie sich gerade bei wichtigen Arbeiten befinden und ihre derzeitige Station nicht verlassen können.

Der entsprechende Musterungsplatz ist hauptabschnittsspezifisch festgelegt und wird ihnen zu Beginn ihrer Fahrenszeit an Bord bekannt gegeben.

Gesperrte Bereiche an Bord

  • Maschinenräume dürfen nur auf Genehmigung des Leitstandes betreten werden.
  • Sicherheitsempfindliche Bereiche wie der Funkraum und die Operationszentrale dürfen nicht betreten werden. Ausnahmen regeln die Wachleiter.
  • Schreibstuben dürfen nicht ohne Genehmigung des entsprechenden Personals betreten werden.
  • Die Brücke ist während Manövern und nach gesonderter Bekanntgabe gesperrt.
  • Während der Seephase ist die Schanz und die Back gesperrt.
  • Das komplette Oberdeck ist zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang und nach gesonderter Durchsage, zum Beispiel bei schwerer See, gesperrt.

Nach dieser Durchsage werden Schottschalter eingeschaltet. die ein Öffnen des Schottes im Leitstand anzeigen. Dieses führt zur Auslösung der Rolle "Mann über Bord" mit Vollzähligkeitsmusterung, um feststellen zu können, ob wirklich das gesperrte Oberdeck betreten wurde.

  • Das MM38-Deck kann auch nach Sonnenuntergang, mit Genehmigung der Brücke betreten werden.
  • Während Flugbetrieb ist das komplette Flugdeck gesperrt.

Alarme

Notfälle und Notsituationen werden über die Bordlautsprecheranlage in Form von

Alarmklingelsignale und Durchsagen bekannt gegeben.

Verhalten bei Alarmen

Sie werden als Besatzungsmitglied zu Beginn ihrer Dienstzeit an Bord in den Rollenplan des Schiffes integriert. Diesem Rollenplan können Sie entnehmen, welche Aufgaben Sie situationsabhängig wahrnehmen müssen. Dieser Rollenplan beinhaltet neben Notfällen und Notsituationen auch noch Einteilungen für den normalen Dienst an Bord, wie zum Beispiel die Einteilung in See- und Hafenwachen, aber auch eine Aufgabenverteilung für verschiedene Manöver, wie zum Beispiel Versorgung in See und An- und Ablegemanöver.

Jedes Besatzungsmitglied bekommt über den Hauptabschnittsbootsmann eine Rollenkarte ausgehändigt. Diese beinhaltet alle entsprechenden Stationen/Aufgaben.

Für Gäste unseres Schiffes wird vor dem Beginn der Seefahrt eine gesonderte Belehrung über Sicherheitsmittel, Rettungsinselbelegung, Musterungsplätze und Verhalten in Notsituationen durchgeführt.

Hierbei wird jedem Gast eine Karte ausgehändigt, die diese wesentlichsten Informationen nochmals komprimiert zusammenfasst.

Radiation Hazard (RADHAZ)

Im Vergleich zu anderen Schiffen, verfügen Kriegsschiffe über eine höhere Anzahl von Radaranlagen. Die von den Radaranlagen ausgehende elektromagnetische Strahlung kann, in zu hoher Intensität, für den Menschen schädlich sein. Aus diesem Grunde besitzen deutsche Kriegsschiffe eine RADHAZ-Organisation. Darin ist festgelegt, welche Bereiche ab welcher Stufe gesperrt sind. Die jeweilige Stufe und die damit verbundene Sperrung von Bereichen wird per Durchsage bekannt gemacht. Zusätzlich sind, an allen nach außen führenden Schotten, Warnschilder angebracht, die Auskunft über die jeweilige Stufe geben und die gesperrten Bereiche in roter Farbe optisch hervorheben.

 

Die RADHAZ-Organisation kennt drei Stufen:

RADHAZ 0

Keinerlei elektromagnetische Emissionen der Anlagen, keine Antennen drehen

RADHAZ 1

Funkantennen und/oder Radaranlagen strahlen

RADHAZ 2

Feuerleitanlagen strahlen und/oder Einsatz von elektronischen Gegenmaßnahmen