Passex SNMG2 Ägäis

 

Am besten übt es sich eben doch gemeinsam – PASSEX mit der gesamten SNMG 2

 

In See, 14.05.2018

 

 

Bei einem PASSEX (passing exercise) handelt es sich um gemeinsame kurzzeitige  Übungen mit Schiffen anderer Marinen. Für die Fregatte „Bayern“ bestand die Möglichkeit zu einem PASSEX mit dem gesamten Verband der Standing NATO Maritime Group 2 (SNMG 2).

 

Signale in ihrer gesamten Bandbreite

 

Zwei Soldaten des Signal-Abschnitts signalisieren anderen Schiffen, dass die „Bayern“ aufgrund des Flugbetriebs vorübergehend nur eingeschränkt manövrierfähig ist

 

Zwei Soldaten des Signal-Abschnitts signalisieren anderen Schiffen, dass die „Bayern“ aufgrund des Flugbetriebs vorübergehend nur eingeschränkt manövrierfähig ist

 

(Quelle: Bundeswehr/Kevin B.)

 

 

 

Die Brückenbesatzung der „Bayern“ ist hierbei besonders gefordert. Der Signal-Abschnitt auf der Brücke beherrscht sein Handwerk, Kommunikation mit Lichtsignalen (Morsen), Flaggen und Sprechfunkverfahren. Den Stahlkoloss auf offener See zu navigieren, ist für routinierte Brückenwachoffiziere keine Kunst. Ihn aber metergenau in eine Formation zu bewegen, die durch ein anderes Schiff über Lichtsignale vorgegeben wird, bringt auch schon mal alte Hasen auf der Brücke ins Schwitzen. Kein Wunder also, dass der Kommandant höchstpersönlich jeden Zentimeter in Augenschein nimmt, den sein Schiff zurücklegt.

 

Hubschrauber im Anflug

Auf der Brücke werden die möglichen Kurse für eine Hubschrauberlandung berechnet

 

Auf der Brücke werden die möglichen Kurse für eine Hubschrauberlandung berechnet (Quelle: Bundeswehr/Kevin B.)

 

 

Die nächste Aufgabe für die „Bayern“: Ein Hubschrauber ist im Anflug. Nun heißt es für das gesamte Schiff: „Klarmachen zum Flugbetrieb!“. Dabei stehen nicht nur handwerkliche Vorbereitungen im Vordergrund, sondern auch äußere Bedingungen wie Wind, Seegang, etc. sind von zentraler Bedeutung für eine erfolgreiche Landung.  Das Schiff muss hierfür einen zuvor errechneten Kurs kontinuierlich beibehalten. Fehler dürfen nicht passieren.

 

Der Hubschrauber der englischen Fregatte HMS Duncan beginnt mit seinen Überflügen über den Verband

 

Der Hubschrauber der englischen Fregatte HMS Duncan beginnt mit seinen Überflügen über den Verband (Quelle: Bundeswehr/Kevin B.) 


 

Angespannt wartet die Brückenbesatzung auf die Ankunft des Hubschraubers, der durch einen speziell ausgebildeten Soldaten per Funk an das Schiff herangeleitet wird, so lange, bis er die letzten Meter des Anfluges optisch an Deck gewinkt wird und sicher auf dem Flugdeck der Fregatte landet.

 

Den Überblick nicht verlieren

 

Die in der Formation vor der „Bayern“ befindlichen Einheiten der SNMG 2. Hier v.l.n.r.: TCG Gemlik, ESPS Victoria, HMS Duncan

 

Die in der Formation vor der „Bayern“ befindlichen Einheiten der SNMG 2. Hier v.l.n.r.: TCG Gemlik, ESPS Victoria, HMS Duncan (Quelle: Bundeswehr/Kevin B.)

 

 

Neben dem ganzen navigatorisch-seemännischen Handwerk darf man nicht den Teil des Schiffes vergessen, der dieses erst zu einem Kriegsschiff macht – die Operationszentrale. Von hier aus werden das Lagebild aufgebaut und die Radare und Waffen gesteuert. Die Bediener an den Anlagen haben jetzt die Möglichkeit, ihr Können bei einer simulierten Gefechtsübung gegen reale andere Schiffe unter Beweis zu stellen.

 

Die theoretischen Grundlagen sind in allen Bereichen an Bord vorhanden. Die Erprobung des Gelernten in der Praxis – so auch hier beim PASSEX – ist genauso unersetzlich wie der scharfe Schuss in der Handwaffenausbildung. So stellen alle NATO-Schiffe ihr Wissen und Können in enger Formation unter Beweis.