Es hat mal wieder Spaß gemacht!!!

Nun ist die BAYERN wieder zurück in Wilhelmshaven. Hinter uns liegt eine Ausbildungsreise in außerheimischen Gewässern, kurz AAG genannt. Seit dem 25. August sind wir unterwegs gewesen. Wir besuchten verschiedene Häfen, nahmen an einem multinationalen Manöver in der Ostsee teil, waren Flaggschiff der Kieler Woche, absolvierten erfolgreich die Erprobung unseres Schleppsonars und beteiligten uns zum Abschluss noch an einer Demonstration maritimer Fähigkeiten der Europäischen Union.

Die Zeit verging wie im Fluge, denn schließlich boten die Aufenthalte in Kiel und in Wilhelmshaven Gelegenheit, einen Abstecher zu den Lieben daheim zu machen. In sofern keine außergewöhnliche Reise, oder??

Na ja, nicht so ganz. Vieles ähnelt sich. Hier z.B. die fleißigen Hände, die unser Schiff instand halten. Auch im Hafen sind die diensthabenden Soldaten eifrig bei der Arbeit, kleinere Gebrauchsschäden auszubessern. Leider waren die Temperaturen nicht so gut, dass die Besatzung alle Farbarbeiten erledigen konnte.


Signäler beim Nähen



Natürlich nutzten wir jede Gelegenheit, um in Übung zu bleiben. Spielpartner sind eine gerngesehene Abwechslung. Mehrere Male übten wir mit Militärjets, die aus Deutschland, Dänemark und Frankreich kamen. Mit Höchstgeschwindigkeit und harten Ruderlagen werden die Angreifer ausmanövriert. Dabei üben die Geschützbesatzungen ihre Ziele im Visier zu halten, die OPZ koordiniert den Waffeneinsatz und jedem Besatzungsmitglied wird bei 15 Grad Schräglage eindrücklich gezeigt, was es heißt, richtig seeklar zu machen.


ADEX



Und wenn die Flugabwehr einmal nicht richtig funktionierte, musste die Feuerwehr ran.


Schadensabwehr

Wann immer es ging, standen seemännische Manöver auf dem Programm. Speedbootfahren, ob mit oder ohne Boardingteam.



 


Speeboot



Gegenseitige Besuche fanden natürlich auch statt. So konnte interessierte BAYERN-Fahrer das Unterseeboot U16 in La Rochelle, vor der Filmkulisse aus "Das Boot", besichtigen.


La Rochelle



Hier ein Bild unseres Schiffes aus ungewohnter Perspektive.


Aus UBootsicht



Schon oft wurde über Seeversorgungsmanöver berichtet und automatisch denkt man dann an große, imposante Versorgungsschiffe, die unsere Fregatte mit Kraftstoff oder Paletten versorgen.

 


RAS Manöver



Doch hier warten die Soldaten auf der Manöverstation auf einen ganz seltenen Kunden:


Manöverstation



Und da kommt er auch schon: es ist U16, das die Dokumentation der Versuchsreihen mit dem neuen Schleppsonar übergibt.


Postbeutelübergabe



Dazu staffelte das Boot dicht an unser Flugdeck heran und eine Leine wurde von der BAYERN auf U16 geworfen. Anders ging es nicht, denn mit unserem Speedboot kann man nicht dicht genug an das UBoot heranfahren. Der Druckkörper ist einfach im Weg. Hätte das Speedboot statt der harten Schale einen Gummirumpf wie ein Schlauchboot, könnte es sich einfach auf den Rumpf des UBootes draufsetzen.

 


Postbeutel an Deck



Dieses Manöver war notwendig, damit das eingeschiffte Erprobungsteam des BWB, der Marine und der Herstellerfirma zur Auswertung nicht lange warten muss. U16 fuhr anschließend weiter nach Devonport - Gute Reise!

Nach mehr als 10.500 Seemeilen endet die letzte große Fahrt für die BAYERN in diesem Jahr.



Und was kommt nun?



Bis zum 17. November liegt die BAYERN im Heimathafen. Gelegenheit für Reparaturen, Auffüllen der Vorräte, aber auch für Urlaub und Lehrgänge. Am 17. November heißt es wieder "Leinen los" und es geht hinaus in die Nordsee zur Einzelausbildung. Die Neuen an Bord, die mit dem Stellenwechsel zum November zuversetzt werden, müssen in die Seeroutine eingewiesen werden und die gesamte Besatzung trainiert wieder Notrollen und Schadensabwehr. Abwechslung verspricht auch der Höhepunkt für unsere Artilleristen: ein Seeziel- und Luftzielschießen westlich von Helgoland.

Schauen Sie doch mal wieder auf unsere Webpage rein...

© FK Schwarter