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Nur die Liebe zählt
Wer kennt sie nicht, die schönen Fernsehsendungen, in den sich Männer und Frauen ihre Zuneigung offenbaren.
Wenn es Liebe ist, dann ist eine Verbindung doppelt stark. Aber Liebe ist nicht ausschließlich nur personenbezogen. So mancher Autofan
liebt seinen Sportwagen, der Fußballfan liebt die Bundesliga und in folgendem Fall will ich von einer Doppellieb erzählen:
Ein junger Mann kommt an Bord der Fregatte BAYERN. Ein gelernter Elektroniker, Vollblutsoldat und hochmotiviert. Sein Aufgabengebiet: die
Radaranlagen des Schiffes lauf- und einsatzfähig zu halten. Jahre lang kümmert er sich um seine Anlagen, fasst Fuß in der Besatzung und wird aufgrund
seiner Leistungen auch bei zivilen Firmen anerkannt.
Viele Jahre fährt er auf dem Schiff, unzählige Seemeilen legt er in Sonnenschein und im Sturm zurück. Monatelange Trennung von der Liebsten daheim,
Weihnachtsfeiern auf See und viele Auslandshäfen lernt er kennen. Die Fregatte BAYERN ist seine zweite Heimat, die Besatzung die Ersatzfamilie.
Seine Partnerin hält zu ihm. Sie ist ihm nicht nur Heimathafen, sondern auch sicherer Ankerplatz, wenn er nachdenklich aus einem Einsatz zurück kommt.
Immer wieder nimmt er Abschied, denn seine zweite Liebe gilt dem Schiff. Ohne Wenn und Aber ist er zur Stelle, wenn Reparaturen zu tätigen sind oder wenn
Techniker von irgendwo abgeholt werden müssen.
Viel hat das Schiff ihm zu verdanken, denn die Einsatzfähigkeit der Radaranlagen war nie gefährdet.
Nun ergab sich die Gelegenheit, etwas an ihn zurückzuzahlen. Da das Schiff sich auf einer Ausbildungsfahrt in der Ostsee befand, setzten wir Kurs in die Prorer Wiek, in
Richtung Binz.
Dort ist er mit seiner Partnerin und seinem Sohn zu Hause.
 Bayern vor Binz
Schnell konnten wir durch die Ferngläser erkennen, dass sich Schaulustige auf der Seebrücke bei schönem Herbstwetter sammelten und ihren Spaziergang unterbrachen.
Schon blitzten die ersten Fotoapparate auf und die Fregatte BAYERN wurde vor Anker beobachtet.
 Strandpromenade Binz
Unser Beiboot LUDWIG II fuhr hinüber zur Seebrücke und nahm unseren ehemaligen Elektronikspezialisten mit seiner Partnerin an Bord.
 Die Hauptpersonen
In Absprache hatte er ihr nur erzählt, dass zufällig sein altes Schiff vor Anker läge und sie zu einer Schiffsbesichtigung eingeladen wären. Das war soweit richtig,
denn es war wirklich ein Wiedersehen mit seiner alten Liebe. Was die Dame aber nicht wusste: Auf der Kommandantenkammer war ein kleiner Sektempfang vorbereitet und ein
Verlobungsring wartete auf einen neuen Besitzer.
 Der Ringwechsel
 Zur Erinnerung
Tränen des Glücks flossen bei der Antwort "Ja". Zu gerührt war nicht nur die weibliche Hauptperson. Schließlich klappte die Überraschung perfekt.
 Eine fröhliche Gesellschaft
Wir, die Besatzung der Fregatte BAYERN, wünschen dem Brautpaar alles erdenklich Gute. Steuern Sie Ihr Schiff sicher die letzten Meilen in den
Hafen der Ehe und wir freuen uns für Sie!
 Alte Kameraden
 Die Unzertrennlichen
© FK Schwarter
P.S.: Allen helfenden Händen, die diesen schönen Tag erst möglich gemacht haben, sei an dieser Stelle nochmals gedankt.
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